Wie die Kokosnuss ins Glas kommt

ByTeam CrowdContainer

17 July 2017

(This blogpost is in German language)

Dass Kokosnüsse in Kerala eine zentrale Rolle spielen, sieht man schon an der Landschaft. Die Strände – aber auch das Hinterland – sind geprägt von den Silhouetten der hohen Palmen. Für Tausende von KleinbäuerInnen sind die Früchte der Kokospalme sowohl ein Grundnahrungsmittel als auch eine wichtige Einkommensquelle.

Ein grosser Teil der Kokosnüsse wird in der keralesischen Küche frisch verarbeitet. Dazu wird die Kokosnuss halbiert und das Fruchtfleisch von Hand oder mit einer kleinen Maschine herausgeraspelt. Aus den frischen Raspeln werden ganz unterschiedliche Gerichte, wie zum Beispiel Avial oder das leckere Frühstück Puttu, zubereitet.

Als Speiseöl wird Kokosöl vor allem zum anbraten verwendet. Von vielen Frauen wird das Öl jedoch auch täglich zur Haut- und Haarpflege verwendet. Und in den Tempeln brennen überall kleine Kokosöllampen.

Genau dieses Öl in Bio-Qualität ist teil des Crowd-Container-Päcklis aus Kerala. Und dies ist die Geschichte zum Kokosöl der Fair Trade Alliance Kerala: Um möglichst viel Wertschöpfung im Ursprung zu erhalten, hat das Fairtrade-Unternehmen Pakka die ProduzentInnen schon vor langem beim Aufbau einer eigenen Kokosölverarbeitung unterstützt. Damals arbeitete auch der Crowd-Container-Gründer Tobias bei Pakka. Und dank der Kokosnuss ist er zum ersten Mal mit den KleinbäuerInnen der Kooperative in Kontakt gekommen.

In der kleinen Fabrik werden die Kokosnüsse halbiert und in einem Ofen getrocknet. Der Ofen wird gleich mit den anfallenden Kokosschalen beheizt. Danach werden die getrockneten Kokoshälften gepresst und das Öl wird mehrmals gefiltert, bevor es für den Verkauf abgefüllt wird.

Das so gewonnene, hochwertige Kokosöl wird lokal in den Bioläden von Elements und sogar in einigen Supermärkten verkauft. Wohl gemerkt, in einer Flasche, wie bei uns das Olivenöl. In Kerala fallen die Temperaturen nämlich kaum je unter den Gefrierpunkt, der beim Kokosöl bei knapp 25 Grad liegt.

Zusammen mit Pakka hat Elements fast zwei Jahre lang ein geeignetes, dichtes Glas für den Export gesucht, das lokal in kleinen Stückzahlen hergestellt werden kann. Ueli von Pakka: „Es war ein langwieriger Prozess. Wir haben Tests gemacht und das Thema immer wieder mit Elements aufgenommen. Aber es hat sich gelohnt: Einerseits konnten wir das Produkt hier auf den Markt bringen, andererseits kann Elements nun auch in Nordindien verkaufen, wo die Temperaturen für den Verkauf in der Flasche ebenfalls zu kalt sind.“

Crowd Container profitiert nun auch von dieser Produktentwicklung und wir bekommen das feine Kokosöl im Glas.

The original article shall be found here: Wie die Kokosnuss ins Glas kommt

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